Tiroler Tageszeitung

vom 02. November 2000

Martina Kiss Goldanwärterin
Bild Tiroler Mitglieder des Nationalteams Der Weg ist weit und führt bis Dublin, das Ziel hoch und heißt Weltmeisterschaft. Von kommenden Donnerstag bis Sonntag gehen Tirols Kickboxer in der irischen Hauptstadt auf Medaillenjagd.
INNSBRUCK (s). Nach Gold (Martina Kiss), Silber (Robert Kruckenhauser, Bianca Pfahringer) und Bronze (Norbert Hotter) bei der WM 99 in Madrid ist die Erwartungshaltung begründet hoch, sind Medaillen schon fast Pflicht. Keine leichte Aufgabe für das sechsköpfige Tiroler Aufgebot im Dress der österreichischen Nationalmannschaft. Der Favoritenkreis ist größer denn je, 40 Nationen entsenden ihre stärksten Vertreter.

Die Tiroler WM-Teilnehmer: Robert Kruckenhauser (KBC Haslwanter Innsbruck): Mit 193 cm Körpergröße und 103 kg Kampfgewicht sicher die imposanteste Erscheinung. 1997 Weltmeister, 1998 Europameister, 1999 Vize-Weltmeister. Kein Wunder, dass der 31-jährige Sicherheitsbeamte aus Innsbruck nach Gold greifen möchte. Aus dem Ostblock drohe die größte Gefahr, so Kruckenhauser, der auf die Erfahrung von 240 Leichtkontakt-Kämpfen vertrauen kann. Norbert Hotter (MSK Kirchichl): Der Methusalem im Aufgebot. Nach seiner in Madrid gewonnenen ersten WM-Medaille bekam der 38-Jährige Appetit auf mehr. Der Routinier, der im Semikontakt, Klasse bis 81 kg, antritt, vertraut in erster Linie auf sein gutes Auge.

Martina Kiss (HSK Hopfgarten): Die Titelverteidigerin gilt als heißeste Anwärterin auf Gold. Nach ihren Siegen bei internationalen Turnieren in Zagorje und Prag sowie einem dritten Platz in Piacenza fährt sie mit viel Selbstvertrauen zur WM. "Schwieriger ist es immer, einen Titel zu verteidigen", weiß Kiss, die im Leichtkontakt, Klasse bis 65kg, startet.

Bianca Pfahringer (HSK Hopfgarten): Die Heeressportlerin aus Kirchbichl ist mit 19 Jahren die Jüngste im Bunde und möchte ihr WM-Silber im Semikontakt bestätigen.

Nicole Pendl (HSK Hopfgarten): Vier WM-Teilnahmen, aber noch keine WM-Medaille für die 24-Jährige. In Dublin will sie erstmals Edelmetall holen.

Ayten Keles (KBC Haslwanter Innsbruck): lf Die Innsbruckerin mit kurdischer Abstammung betreibt Kickboxen erst seit eineinhalb Jahren. "Ich werde mein Bestes geben, habe aber keine allzu großen Erwartungen, so die 22-Jährige, die stattliche 180 cm Körpergröße aufweist und im Semikontakt antritt

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